Ich bin ein Star, holt mich hier raus! Jeder kennt dieses Erfolgskonzept von RTL. Die Einschaltquoten explodieren jedes Mal aufs neue und doch ist es ein bißchen wie mit Modern Talking. Jeder kennt es aber angeblich hört und guckt es niemand. Wie dann die durchschnittlich 7 Millionen Zuschauer zu Stande kommen möchte ich einfach mal im Raum stehen lassen. Ganz schön erfolgreich.

Und jetzt ist die mittlerweile fünfte Staffel des Dschungelcamps auch schon wieder vorbei und wir durften am Samstag Abend zur Prime Time einen frischgebackenen Dschungelkönig krönen. Peer… Peer, dessen Nachnamen ich grad gar nicht parat habe. Ich selbst habe das Finale nicht gesehen, ich hatte besseres zu tun aber ich habe mir sagen lassen, dass es nicht halb so unterhaltsam war wie der Eklat zwischen Jay Khan und Sarah Knappik wenige Tage zuvor. Die ganze Nation fragt sich nun was an der Liebelei von Jay und Indira denn wirklich dran ist. War es alles nur ein Mediengag? War alles abgesprochen? Also wenn ihr mich fragt war das komplette Camp dieses Mal von vorne bis hinten durchgeplant. Indira lässt sich zufällig kurz vorher noch Lippen und Brüste aufpumpen, Jay sieht seine Prominenz, aufgebaut durch die Mitgliedschaft in einer nicht mehr existenten Boygroup schwinden, Sarah hat schon immer alles für Aufmerksamkeit getan und Thomas… wer war er noch gleich? Dann waren da noch Katy Karrenbauer die jeder nur als Walter kennt…. Peer, ein sensibler Frühstücksfernsehenmoderator dem das ewige frühe Aufstehen wohl nicht gut bekommen ist, Mathieu, dessen Namen ich wahrscheinlich nicht mal richtig schreiben kann und ein Hippie. Oh man! Ach… da hätte ich ja fast die beiden unwichtigsten Personen vergessen… eine von den Jakob Sisters, wer auch immer von den beiden und der allseits (nicht) beliebte Froonck. Zu Wedding Planner Zeiten schrieb er sich noch ganz normal Frank… tja, was die Medienwelt aus einem macht.

Bleibt zu hoffen, dass RTL auch im nächsten Jahr wieder das lustige Pfadfindercamp für abgehalfterte F-Promis in den australischen Dschungel bringt um sie zumindest für zwei Wochen weit weg zu bringen vom Rest der Bevölkerung. Danke RTL!

Fotografieren oder knipsen

Januar 20, 2011

Fotografieren und knipsen mag für viele Leser ziemlich gleich klingen. Beides beschreibt das Bannen eines Momentes auf einen Film bzw. heutzutage meistens auf einen digitalen Sensor. Trotzdem liegt zwischen den beiden Wörtern ein riesen Unterschied wie ich feststellen mußte. Viele Menschen sagen sie fotografieren. Ich würde aber bei den meisten von ihnen behaupten, dass sie maximal knipsen.

Für mich beschreibt das Wort knipsen ein spontanes Drücken des Auslösers um einen Moment für die Ewigkeit festzuhalten. Nicht mehr und nicht weniger. Die Person die den Auslöser drückt hat sich nicht lange mit einer Bildkomposition auseinander gesetzt. Oftmals ist dies auch gar nicht möglich, da eine Situation viel zu schnell wieder vorüber ist.

Dem gegenüber stehen echte Fotografen. Fotografieren bedeutet für mich, dass man sich schon vor dem Drücken des Auslösers mit dem Bild beschäftigt und sich Gedanken macht, wie etwas wirkt und wie es wirken soll. Diese Wirkung kann man dann gezielt verstärken oder mindern.

Als ich letzte Woche zufällig einen Fotografen aus Münster bei seiner Arbeit beobachten konnte, wurde mir dieser Unterschied bewusst. Er hat sich mit dem Foto auseinander gesetzt lange bevor er auslöste. Da wurde hier und dort noch etwas verstellt. Leider konnte ich die finalen Fotos nirgends betrachten aber schon alleine diese Feststellung war eine Bereicherung für mich 🙂

Da gehe ich heute morgen nichtsahnend aus dem Haus und schon komme ich ins Rutschen. Der erste Schritt hätte auch gleich mein letzter des Tages sein können, es ist aber gerade nochmal gut gegangen. So wie mir erging es heute morgen aber wohl vielen Menschen in Deutschland. Blitzeis hat ganz Deutschland lahm gelegt kann man momentan überall in den Medien lesen, hören und sehen. Es sind gerade so um die Null Grad in der Luft, der Boden ist allerdings noch gefroren und so gefriert die darauf landende Feuchtigkeit sofort. Die Folge: Blitzeis. Man rechnet nicht damit und schon ist es zu spät. Aus dem Grund seid bitte alle sehr vorsichtig beim Betreten der Straßen und Wege. Es gibt etwas besseres als das neue Jahr mit einem Knochenbruch zu beginnen.

Nachdem ich ja erst vor Kurzem über die Jahresrückblick-Sendungen im TV gemeckert habe, ist mir jetzt einmal nach konstruktiver Kritik zumute. Mein Anliegen an die deutschen – und meinetwegen auch internationalen – Fernsehanstalten, insbesondere ARD, ZDF, RTL & Co.: Wo bleiben die Jahres-Vorblicke? Zurückblicken kann jeder. Das Material ist ja auch vorhanden, die Theman quasi vorgegeben. Aber mir fehlt immer noch ein wenig die Möglichkeit sich auf dieses Jahr 2011 einzustellen. Könnten die Sender nicht einmal Trends aus folgenden Bereichen generieren und zum Besten geben? Ich will schließlich wissen, wofür ich mein Geld ausgeben werde.  🙂

Ich bin sicher, dass sich vor allem Spekulanten an den Börsen nach einer solchen Sendung die Finger abschlecken würden. Also, warum nicht mal „im Trüben fischen“ und die Zukunft in die Gegenwart holen. 😉